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Adipositas Permagna - Konsequenzen von Fettleibigkeit und was man dagegen tun kann

Unter Adipositas versteht man krankhafte Fettleibigkeit mit sehr starkem Übergewicht.Die Zahl der Fettleibigen steigt in Industrieländern immer mehr an. Ursache hierfür ist die Veränderung des Lebensstils, hin zu einer Überversorgung mit Nahrung und zu weniger körperlicher Arbeit.Adipositas wird damit zu einer ernstzunehmenden Volkskrankheit, da starkes Übergewicht, je nach Schweregrad, schwere gesundheitliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Was ist Adipositas Permagna eigentlich?

Durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist festgelegt, dass Adipositas durch den Body-Mass-Index (BMI) gemessen und in verschiedene Schweregrade unterteilt wird. Bei der Berechnung des BMI wird das Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat geteilt. Nach der Definition der WHO liegt eine Adipositasab einem BMI von 30 kg/m² vor.

Unter einer Adipositas Permagna (von lat. permagnus= sehr groß) versteht man die schwerste Form der Adipositas. Man spricht von einer Adipositas permagna, wenn der BMI einen Wert von über 40 ergibt. Sie bildet die Kategorie "Adipositas Grad III" und wird auch morbide Adipositas genannt. Bei der Adipositas permagna geht die Vermehrung des Körperfettes weit über das normale Maß hinaus. Dies zieht krankhafte bis lebensbedrohliche Auswirkungen für die Gesundheit nach sich, die es notwendig machen, die Fettsucht, wie man in der Umgangssprache sagt, zu behandeln.

Ursachen der Adipositas

Diagnostizieren

Die Adipositas kann die Folge von vielen verschiedenen Faktoren sein.Als wichtige Ursache von Fettleibigkeit wird zu viel und falsche Ernährung angeführt. Unter Adipositas leidende Menschen nehmen meist zu viel Fett, insbesondere ungesunde gesättigte Fettsäuren, und zu wenig Vitamine und Mineralstoffe zu sich.

Hinzu kommt Bewegungsmangel,der dazu führt, dass zu wenig Kalorien verbrannt werden. So tragen auch wenig körperliche Arbeit, vor allem sitzende Tätigkeiten, und eine passive Freizeitgestaltung, die wenig Bewegung vorraussetzt, zum Entstehen von Übergewicht bei, denn durch die übermäßige Kalorienaufnahme und geringen Verbrauch entsteht eine ungesunde Energiebilanz. Als Ursache der Fettsucht kann auch eine psychische Erkrankung vorliegen. Dazu zählen das sogenannte "Binge-eating-Syndrom", bei dem anfallsweise große Mengen Nahrung aufgenommen werden, und die latente Esssucht. Bei der latenten Esssucht liegt ein andauerndes, streng kontrolliertes Essverhalten im Sinne einer lebenslangen Diät vor, dies führt jedoch nicht zu einer Reduktion des Gewichtes. Auch emotionale Störungen wie Angst oder Depression sowie negative Gefühle wie Frust, Langeweile oder Stress können ein gestörtes Essverhalten nach sich ziehen. Besonders kritisch wird es, wenn Essen als Ersatzverhalten eingesetzt wird. Auch genetische Faktoren können zur Entstehung von Adipositas beitragen, denn sie prägen den Grundumsatz, die Nahrungsverwertung und das Fettverteilungsmuster. Auch Stoffwechselerkrankungen wie zum Beispiel Schilddrüsenunterfunktion können als Ursache für Adipositas vorliegen.

Gesundheitliche Auswirkungen der Adipositas Permagna

Gesund leben

Adipositas ist ein hoher Risikofaktor für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie erhöht das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Herzinfarkte, Arteriosklerose, Schlaganfälle, Brustkrebs und Arthrose. Häufig tretendegenerative Wirbelsäulenerkrankungen auf, wodurch Schäden am Stütz- und Bewegungsapparat entstehen. Diese ziehen Therapien und operative Eingriffe nach sich, zum Beispiel Knie- oder Hüftoperationen, die besonders bei ausgeprägterAdipositas vermehrt mit Komplikationen verbunden sind. Auch Gallenblasenerkrankungen, Gicht und das sogenannte "Obstruktive Schlafapnoe-Syndrom" (kurzzeitige Atemstillständeim Schlaf) können Folgen von Adipositas sein. Zudem treten auch Symptome wie geringe Belastbarkeit, schnelle Ermüdung und verstärktes Schwitzen auf.

Schon ab einem BMI von 30 ist das Krankheitsrisiko deutlich erhöht. Mit zunehmendem Schweregrad der Adipositas steigen jedoch auch die gesundheitlichen Risiken. Nicht umsonst mutet die Bezeichnung "morbide Adipositas" bedrohlich an, denn durch die Adipositas permagna erhöht sich sogar das Risiko eines verfrühten Todes.

Adipositas kann auch gravierende seelische Folgen nach sich ziehen. Die Betroffenen fühlen sich oft als Versager und Außenseiter. Dadurch treten häufig psychische und sogar wirtschaftliche Schäden für die Betroffenen auf. So kann es zu sozialer Ausgrenzung oder Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt kommen. Das Selbstwertgefühl adipöser Menschen ist oft gering, Übergewichtige sehen sich selbst eher negativ im Vergleich zu Normalgewichtigen. In vielen Fällen ist eine psychotherapeutische Behandlung notwendig, die in der Regel aus den drei Pfeilern Ernährungstherapie, Verhaltenstherapie und Bewegungstherapie besteht.

Behandlung der Adipositas Permagna

Hilfe suchen

Als Behandlungsziele für die Adipositas Grad III ist eine Gewichtsreduktion um 10-30% vorgesehen. Bei der Therapie soll das Essverhalten nachhaltig verändert werden. Dies macht eine Ernährungsumstellung notwendig. In vielen Fällen, sofern keine psychische Erkrankung zur Adipositas führt, hilft dabei eine langfristige Ernährungsberatungund Hilfe bei der Ernährungsumstellung. Meist wird dabei zu mehr Ballaststoffen und zur Vermeidung von Fetten geraten. Auch das Bewegungsverhalten sollte nachhaltig verändert werden. Die Steigerung der körperlichen Bewegung ist dabei wichtig. Es sollte ein Bewegungskonzept erarbeitet werden, das inbesondere regelmäßigen Ausdauersport wie Fahrradfahren, Wandern, Joggen oder Schwimmen beeinhaltet. Wenn eine Essstörung als Ursache für die Adipositas vorliegt ist zusätzlich eine Psychotherapie notwendig. Hierwerden die Gründe für die Essstörung erarbeitet und alternative Verhaltensweisen werden aufgezeigt.

Allerdings muss davon ausgegangen werden, dass bei Übergewichtigen mit einem BMI von deutlich über 40 der Erfolg von nicht-chirurgischen Maßnahmen eher gering ist. Hier kommt es nur sehr schwer zu einer signifikanten, nachhaltigen Gewichtsreduktion. In diesen Fällen kommt eine pharmakologische Intervention oder die Chirurgie, zum Beispiel durch das Einsetzen eines Magenbandes, zum Einsatz. Durch solch invasive Eingriffe können schnell positive Effekte auf den Gesundheitszustand und eine schnellere Gewichtsreduktion herbeigeführt werden.

Berichterstattung zum Thema Adipositas